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2. Juni 2021

„Viele kleine Bewegungen in die richtige Richtung.“
Ein Interview mit Kilian Ihler

Kilian Ihler ist Mitglied und Vorstandsmitglied im Netzwerk Impulsion e.V. Der Kunstpädagoge arbeitet beim Verein Gemeinsam Leben Lernen, organisiert unter anderem das inklusive Atelierprojekt Ortswechsel und ist Mitbegründer des Kunstraums achtzehnkommazwei. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Was ist Dein Lieblingswort? Welches Wort magst Du nicht?
Ich mag das Wort Sehnsucht. Jetzt gerade besonders, wahrscheinlich.
Ich tue mir schwer mit zu vielen unnötigen Anglizismen. Die müssen nicht sein, finde ich.

Woher glaubst Du, dass das Wort Impulsion kommt?
Eine Zusammensetzung aus Impuls und Inklusion? Anstöße für mehr Inklusion geben.

Wie bist Du auf Impulsion e.V. aufmerksam geworden?
Ich hab mit dem Atelier Ortswechsel ein paar Mal beim KÖSKIVAL mitgewirkt.
Impulsion hatte großen Anteil an dem inklusiven Kultur-Festival. So bin ich auf den Verein aufmerksam und schließlich auch Mitglied geworden.

Wo fehlt Dir Inklusion am meisten?
Ich glaube, am meisten fehlt und fällt mir das im Alltag bei kleinen Dingen auf. Wenn Menschen rücksichtslos und unhöflich sind. Wenn sie wenig Verständnis oder Geduld für den Anderen zeigen. Das hat für mich mit Offenheit und Empathie zu tun und fängt schon lange vor so großen Themen wie Barrierefreiheit an.

Was wolltest Du schon immer gern machen, was du noch nie getan hast?
Ich würde gern eine lange Zugreise in ein fernes Land unternehmen. Das hab ich noch nie gemacht.

Wenn Du nicht in deinem Beruf arbeiten würdest, welchen Beruf hättest Du dann gern?
Ich hätte auf jeden Fall gern etwas Künstlerisches gemacht, Tanz vielleicht.

Was und wer inspirieren Dich?
Menschen, die Ideen haben, die Freude an dem haben, was sie tun und die klar und zielstrebig sind. Das beeindruckt mich auf jeden Fall

Wo möchtest Du am liebsten leben und warum?
Ich lebe gern hier in München. Ich mag München.

München ist für Dich…
München ist schön…und bunter und entspannter, als viele meinen, denke ich.

Was ist ein Lieblingsplatz in München für Dich und warum?
Ich mag den Finanzgarten nahe dem Odeonsplatz und den Rosengarten.
Das sind stille grüne Orte, die mitten in der Stadt liegen und trotzdem nicht überlaufen sind.

Was wünschst Du Dir vom Netzwerk Impulsion?
Ich würde mich über das ein oder andere gemeinschaftliche Projekt freuen.
Das ist gerade leider nur bedingt möglich und fehlt mir schon sehr.

Menschen mit Behinderung sollten…
…selbstverständlicher mit dabei sein können, teilhaben an Kultur wie in der Gesellschaft.

Was gibt Dir Hoffnung?
Viele kleine Bewegungen in die richtige Richtung.